Geschichte
100 Jahre Ev. Kirchengemeinde
Von der Evangelischen Kirchengemeinde
Nordberg zur Evangelischen
Friedenskirchengemeinde in Bergkamen
Die Anfänge
Lange Zeit mussten die in den Bauernschaften Weddinghofen, Bergkamen und Overberge lebenden Menschen weite Wege zurücklegen, wenn sie zu ihrer Kirche wollten. Die Weddinghofer zur Margaretenkirche nach Methler, die Bergkamener und Overberger zur Severinskirche - heute Pauluskirche - nach Kamen.
Diese waren auch nach der Einführung der Reformation weiterhin die Gotteshäuser für die evangelischen Gläubigen. Daran änderte sich nichts, als kurz vor dem 16. Jahrhundert die Kamener Gemeinde zur evangelisch-reformierten Lehre übertrat.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstand in Kamen wieder eine lutherische Gemeinde. Diese baute die heutige Lutherkirche. Auch zu ihr werden die Bergkamener und Overberger gegangen sein. Eine Regierungsstatistik aus dem Jahre 1819 besagt, dass zu der Zeit in den drei Orten Bergkamen, Weddinghofen und Overberge 644 Menschen lebten, von denen sich 314 zur Lehre Luthers und 274 zur evangelisch-reformierten Lehre bekannten.
Im Norden der Gemeinde Bergkamen wurden von 1890 und 1896 von der Gelsenkirchener Bergwerks-Aktien-Gesellschaft die beiden Schächte Grimberg I und II geteuft. Durch die neu entstandenen Arbeitsplätze stieg von 1895 bis 1905 die Einwohnerzahl Bergkamens von 854 auf 3726. Die Bergwerksgesellschaft errichtete fünf Siedlungen (Kolonien): Alte Kolonie Nordberg, Einhausen, Zweihausen, Schönhausen und Glückshausen, in denen auch zahl-reiche evangelische Arbeiter und Angestellte Wohnungen fanden.