Onlinetagebuch Finnland 2010

Liebe Finnland-Familie...

Geschrieben von Ingo Rademacher am Montag, 02. August 2010 um 15:22

so, nun sitze ich wieder zuhause und packe fleißig meine Sachen aus
(Oh man, wieviel Barbapapa-Stofftiere und Mummins
es wurden ;-))).
Und das erste was mir heute so auffiel ist: Mensch ist das laut
draußen, da merkt man dann doch schon den Unterschied
zur Wildnis. Leider haben wir keinen Braunbären getroffen, und mal
wieder haben wir keinen Elch getroffen.
(aber irgendwann wollen wir ja mal nach Norwegen....dann treffen wir
auch nen Elch).

Ich hoffe Euch hat die Freizeit genauso gut gefallen wie mir, bzw. dem Team.
Würde mich echt freuen wenn der ein oder andere sich mal bei uns in
der Teestube blicken ließe - ansonsten sehen wir
uns bestimmt beim Nachtreffen (irgendwann im September oder Oktober).
Ihr bekommt dann aber noch eine Einladung.

So ihr Lieben, wünsche Euch noch schöne Ferien, grüße an Eure Eltern!

Bis danndann, Euer Ingo

Ps: Und gaaaanz liebe Grüße an Janine, Chrissy, Lena, Debbie, Simon,
Thore und Pascal...

PPs.: Das Gruppenfoto vom Schiff folgt nach den Ferien

PPPs.: Die Liste mit den Email-Adressen/Icq-Nummern schicke euch an
dann seperat zu ;-)

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Die Rückfahrt

Geschrieben von Ingo Rademacher am Montag, 02. August 2010 um 15:10

Nachdem wir morgens alle sehr gestresst das Haus schrubbten (zum Teil
haben einige Betreuer von uns Wasser aus dem See
holen müssen um das weiße Haus schrubben....-da war nämlich kein
Wasser mehr in der Leitung) sind wir dann auch
alle pünktlich am Samstag morgen um 9 uhr finnischer Zeit (deutsche
Zeit 8 Uhr) aufgebrochen.

Dann begann der lange Rückweg. Der dann doch recht anstrengend war für
alle. Aber die Gruppe ist recht gut zusammen gewachsen
-wenn es mal ein Problem gab dann wurde es gemeinsam gemeistert....


Nach knapp 44 Stunden konnten wir dann von den Eltern in Empfang
genommen werden.



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Gottesdienst mit nur Fackellicht am Strand

Geschrieben von Ingo Rademacher am Montag, 02. August 2010 um 14:57

Nachdem die Hausverwalter nun fast stündlich auftauchten um uns über
die neuesten Entwicklungen zu informieren
(der ganze Norden Finnlands sei ohne Strom) wussten wir das Stockholm
nun nicht komplett unter Wasser stand...
Außerdem könnten wir nach Varkaus, dort würde noch einige
Stromreserven sein. Das klang super, denn wir mussten den
Bus noch tanken, und Zapfsäulen funktionieren auch nur mit Strom.

Auf dem Weg dorthin sahen wir dann ersteinmal was für ein Unwetter
über uns hertobte. überall lagen Bäume herum und
der Friedhof war komplett verwüstet. Sowas hatte ich bis dato noch
nicht gesehen und auch die Kids waren zum Teil sprachlos
- wir hatten also echt Glück im Unglück gehabt.

Nach der kleinen ShoppingTour sind wir dann zurück und haben all das
gemacht was man ohne Strom machen kann:
Singen, in die Sauna gehen, Grillen, Schwimmen, und einen
Fackelgottesdienst direkt am See... Diesen bereiteten Debbie
und Lena vor. Der Gottesdienst war schon n Highlight auf der Fahrt.
Begleitet wurden die Lieder mit Geige (Simon) und
viele Kids waren aktiv am Gottesdienst beteiligt. Ein schöner
Abschluss des Tages / Freizeit.

Ich glaube auch das die letzten beiden Tage der Gruppe noch viel
brachte. Ohne Strom hatte es alles noch einen ganz
anderen Charakter. Keine Musik dröhnt irgendwo her und es wurde alles
recht ruhig und schön. Ich glaube die Erfahrung möchte
auch keiner missen.

Dann hieß es auch schon recht bald Abschied nehmen. Unsere kleine
Großfamilie musste sich so langsam trennen ....
Aber dafür hatten wir auf der 44 stündigen Heimfahrt genügen Zeit für ;-)



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Unplugged Holidays

Geschrieben von Ingo Rademacher am Montag, 02. August 2010 um 14:42

Nach der Unwetter Nacht bin ich dann morgens gegen 8 Uhr duschen
gegangen. Das Licht funktionierte noch immer nicht,
aber mit ner Taschenlampe ging es auch. Allerdings war das Wasser sehr
kalt...aber egal. Auf einmal hörte ich eine Stimme
"Hello Hello?" Erst dachte ich ja da will mich jemand veräppeln, aber
da erkannte ich die Stimme der Hausherrin.
Ich also schnell was übergezogen. Die arme Frau war recht nervös und
erzählte mir auf Englisch von einem heftigen Unwetter
(Gut, das habe ich auch mitbekommen, aber das es so schlimm war wusste
ich nicht): Außerdem bin ich ohne Kaffee
schlecht aufnahmefähig. Vorallem auf Englisch. Ich hörte mir alles an
und als sie auf einmal sagte "Geht auf keinen Fall
duschen" wurde mir schlecht (schnell mal auf die haut geschaut, noch
ätzt nichts weg). Warum sollte ich also nicht
duschen gehen, was ist mit dem Wasser. Da kam auch schon Janine um die
Ecke. Gemeinsam versuchten wir dann nochmal
alles der Reihe nach zu verstehen. In Skandinavien gab es wohl ein
Unwetter was so seid 40 Jahren nicht gewesen wäre.
Die Strassen seien bis auf weiteres zu, und es gibt die nächsten Tage
keinen Strom - und auch kein Wasser, da das Pumpwerk
von Joroinen getroffen wurde. Wir sollten ersteinmal alles an Töpfe
mit Wasser füllen das der Hausspeicher noch hergibt,
denn das sollte als Trinkwasser dienen. Ob und wann wir abreisen
könnten wusste sie auch nicht. Stockholm würde komplett unter
Wasser stehen. Sie muss nun los ihren Hund suchen und kommt gleich
nochmal wieder wenn sie Kontakt zu anderen
Dorfbewohnern hat. Und weg war die gute Dame.

Janine und ich schauten uns sprachlos an. Was nun?! Ähm ja... uns geht
es allen ganz gut, also mal ersteinmal Wasser abfüllen
und die anderen Betreuer wecken...die aber auch schon von dem
englischen Geschnatter auf gewacht waren.
Wir also ersteinmal Wasser geschleppt.

Alle Kühlschrankinhalte als Büffet hergerichtet und die Kids geweckt.
In der Zwischenzeit wurden wir auch informiert
das wir definitiv keinen Strom mehr bekommen würde, aber der Hund
wurde gefunden und ist verletzt und muss zum Tierarzt.
Außerdem wurde uns ein Gasofen gebracht, somit wir auch die nächsten
beiden Tage kochen könnten.

Dann wurde uns ersteinmal bewusst das wir wirklich zwei Tage ohne
Strom und zum Teil ohne fließend Wasser leben müssten. Unsere
Unplugged Holidays begannen ;-)

ABER es wurden noch zwei ganz schöne Tage.... aber dazu später mehr ;-)

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Gewitter?! In Neuss? Saarbrücken? Nein in Finnland!!!!

Geschrieben von Ingo Rademacher am Montag, 02. August 2010 um 14:23

Irgendwie haben wir es auch herausgefordert...tagelang sangen wir das
Gewitterlied vor uns hin...Da musste doch
auch mal n Gewitter kommen. Oder?!
Also ich lag also im Bett und auf einmal klopfte es...Das Chaos-Zimmer
(was eigentlich gar nicht so chaotisch war) bemerkte
das Unwetter zuerst aufkommen. Und dann ging es los. Alles schüttelte
sich um uns herum. Wir kamen uns in etwa so vor
wie Dorothe beim Wizard of Oz. Denn nun überschlugen sich die
Ereignisse: Es stürmte, es war plötzlich total dunkel, und
es donnerte. Aber das war noch nicht genug. Ein lauter Knall kündete
das Gewitter an und somit kam auch noch
tonnenweise Regen herunter. Aber das alles reichte noch nicht. Es
knackte und donnerte und dann war es ganz dunkel.
Kein Licht, kein Strom mehr. Dann evakuierten wir zunächst unsere
Jungs von unten (sie nächtigten dann in unserer Elch-
Mensa).
Wir zählten nochmal nachts alle Kids, man weiß ja nie.... Alle Kids
vorhanden. Und dann gemeinsam das Unwetter genossen.
Es ist schon spannend... Überall knackte es und man sah ja nun
überhaupt nichts außer mal hin und wieder n Blitz
die Taschenlampen reichten bis zum nächsten Baum, aber das war es auch schon.

Nachdem das Unwetter vorbei zog sind wir dann alle gegen 3 Uhr endlich
schlafen gegangen....
Aber noch wussten wir auch nicht wie schlimm das Unwetter über
Finnland tatsächlich war...

(fortsetzung folgt)


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