Schriftzug Martin-Luther-Haus
1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Pforte der Wittenberger Schlosskirche. Genau 491 Jahre später taten Pfarrer Christoph Maties und Steinmetz Wolfgang Kerak es dem Reformator gleich.
Am Martin-Luther-Haus enthüllten sie eine Granittafel mit dem Namen der Einrichtung. Im letzten Jahr (2007) feierte das Martin-Luther-Haus an der Goekenheide sein 40-jähriges Jubiläum, aber "viele Leute wissen immer noch nicht, wo sich diese Einrichtung befindet", erklärte der Vorsitzende des Fördervereins des Martin-Luther-Hauses, Wolfgang Kerak. Deshalb hatten er und Friedrich-Wilhelm von Bodelschwingh die Idee, eine Namenstafel an der Hausfassade anzubringen.
"Seit Juni dieses Jahres geisterte das Vorhaben durch unsere Köpfe", erinnerte sich Kerak. Als Steinmetz setzte er die Idee in die Tat um und stiftete das rund 500 Euro teure Resultat der Gemeinde. Am gestrigen Reformationstag war schließlich der große Moment gekommen. Christoph Maties enthüllte die zwei Meter mal 25 Zentimeter große Granittafel. Der offizielle Schriftzug und die Lutherrose zieren das Namensschild.
"Es wurde etwas Bleibendes und Sichtbares geschaffen", erklärte Maties stolz. Die Lutherrose sei ein Siegel, gar ein kleines Glaubensbekenntnis. Mittig prangt ein rotes Herz, das für Vertrauen steht. Darauf ist ein schwarzes Kreuz abgebildet, ein Symbol für Jesus Tod am Kreuz. Diese Elemente sind auf die Blätter einer weißen Rose gebettet . Die Farbe steht für Engel, die Luther auf seinem Weg beschützt hatten. Der Hintergrund ist in blau gehalten, ein Symbol für den Himmel und der damit verbunden Nähe zu Gott. Ein goldener Ring rahmt das Bild der Lutherrose ein, als Zeichen für Gottes Liebe, die keinen Anfang und kein Ende besitzt.